Der Weg zum Berufstitel „Steuerberater“

Wie wird man eigentlich Steuerberater?

Getreu dem Motto „Alle Wege führen nach Rom“ gibt es verschiedene Wege, wie man Steuerberater werden kann. Es müssen die Voraussetzungen für die Zulassung zum Examen erfüllt werden und das Steuerberaterexamen erfolgreich absolviert werden.

Für die Zulassung zum Steuerberaterexamen ist eine theoretische und praktische Ausbildung notwendig. Die theoretische Ausbildung kann entweder durch eine abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung (klassischerweise Ausbildung zum Steuerfachangestellten), eine andere gleichwertige Ausbildung oder durch einen wirtschafts- oder rechtswissenschaftlichen Studienabschluss erbracht werden. Nach der abgeschlossenen Berufsausbildung ist eine praktische Tätigkeit von zehn Jahren zu leisten. Diese kann durch die erfolgreiche Ablegung der Prüfung zum Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter auf sieben Jahre verkürzt werden. Nach einem abgeschlossenen Studium beträgt die Mindestdauer der praktischen Tätigkeit zwei oder drei Jahre (je nach Dauer der Regelstudienzeit).

Der schriftliche Teil des Steuerberaterexamens findet bundeseinheitlich statt. Wer den schriftlichen Teil besteht, wird zur mündlichen Prüfung geladen. Nach bestandener Prüfung findet die offizielle Bestellung zum Steuerberater / zur Steuerberaterin statt. Durchschnittlich liegt die Bestehensquote bei etwa 50%.

Zum Schluss noch ein wenig Statistik:
In Deutschland gibt es derzeit ca. 85.000 Steuerberater(innen). Etwa 70% sind selbständig bzw. Teilhaber einer Steuerberatungsgesellschaft und dementsprechend etwa 30% im Angestelltenverhältnis. Rund 35% des Berufsstandes ist weiblich. Das Durchschnittsalter aller Steuerberater und Steuerberaterinnen in Deutschland liegt bei rund 52 Jahren. (Quelle Bundessteuerberaterkammer, Berufsstatistik 2015, www.bstbk.de/de/bstbk/berufsstatistik/)